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Der Kult um die Lieblingsband und die Fanartikel

Taschen, iPhone-Covers, Gürtel, Regenschirme, Kugelschreiber, sogar Christbaumkugeln mit aufgedrucktem Bandlogo oder im Design des aktuellen Albums findet man im Online-Shop einer weltweit bekannten Gruppe aus Teignmouth, Großbritannien, und das zu nicht gerade günstigen Preisen. Natürlich hat eine Band dieser Größenordnung einerseits das Eigenkapital, andererseits einen entsprechend großen und teilweise fanatischen Anhängerkreis, um aus dem Verkauf von so untypischen Fanartikeln genügend Profit schlagen zu können, aber in diesem Ausmaß kann sich das sonst kaum ein Künstler leisten. Die meisten großen und kleineren Gruppen belassen es bei einem auf das Übliche beschränkte Sortiment: T-Shirts, Sweater, Poster, und das mit Erfolg.

Kleidung macht die Gruppe aus ...
Das Phänomen "Fangruppe" kommt einem außerhalb der Theorie oder des Internets besonders auf Festivals sehr häufig unter: Mädels und Jungs, die T-Shirts ihrer Lieblingsbands über den Laufsteg aus Schlamm und Wiese bis vor die Bühnen tragen. Hier ist man selten der Einzige, der sich durch Kleidung als Fan bekennt, im Gegenteil, man wird so automatisch Mitglied einer Gruppe, die für jeden erkennbar ist und die sich schlicht durch eine entscheidende Gemeinsamkeit definiert: die Begeisterung für die selbe Band. Was bei einem entsprechend hohen Publikumsaufkommen auf Anhänger anderer Bands fallweise lästig wirkt, schweißt die jeweilgen Gruppen untereinander umso mehr zusammen. Manchmal auch mit negativen Auswirkungen: So störten am österreichischen Frequency 2007 die Fanmassen der Ärzte den gesamten Auftritt der vorher spielenden Nine Inch Nails mit ausufernden Sprechgesängen et cetera.

... oder ist Persönlichkeitsmerkmal
Aber auch zur Abgrenzung und Selbstdefinition im täglichen Leben dienen Band-Shirts usw - man zeigt ohne Worte, was man hört und liebt. Manche nutzen das sogar als Hilfsmittel zur Partnersuche und hoffen auf Aufmerksamkeit von Interessierten und Auch-Fans. Und gerade bei politisch aktiven Bands bekennt man so auch gewollt oder ungewollt "Farbe".

Poster und Wandbehänge - Wohnungsgestaltung für Musikbegeisterte
Ebenso wie Kleidungsstücke zählen auch Bandposter zu den Riege der absoluten Dauerbrenner unter den Fanartikeln. Robert Smith über dem Bett, der Black Rebel Motorcycle Club gegenüber dem Esstisch, die Red Hot Chili Peppers an der Wohnzimmertür - Poster der eigenen Lieblingskünstler in Zimmer und Wohnung steigern das Wohlbefinden erheblich und tragen oft einen großen Teil zur individuellen Gestaltung bei.

 

Das gleiche gilt für Banner, Drucke, Stoffbehänge. Häufig sieht man sich aber mit horrenden Preisen konfrontiert, oder findet einfach nicht das Gewünschte.

Selber Hand anlegen
Wer in einschlägigen Shops sein Glück als Fan einfach nicht findet, kann sich aber ganz einfach selbst an die Arbeit machen. Wer künstlerisch besonders begabt ist, designt sein Band-Shirt mit Edding, Kugelschreiber und speziellen Textilstiften und kommt so besonders günstig und vor allem sehr individuell weg. Anderen ist das unmöglich oder einfach zu viel Aufwand. Ein
T-Shirt gestalten kann man natürlich auch, indem man es mit selbst gewählten Motiven bedrucken lässt oder diese selbst aufbügelt.


Ebenso einfach lässt sich die "Posterfrage" lösen. Wer mit seiner Kamera ein Konzerfoto in entsprechend guter Bildqualität geschossen hat und es für zu schade befindet, auf der Speicherkarte oder im Fotoalbum zu versauern, kann es bei vielen Copyshops (auch online) als Poster drucken lassen. Kommt nicht unbedingt günstiger als fertig gekauft, bringt aber ein ganz anderes Zufriedenheitsgefühl - und vor allem immer wieder gute Erinnerungen.

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